Übernahme der Schenkungssteuer – gerade bei den Tarifen in Klassen II und III – lohnt sich
05.03.2009 von Axel Kanert
Nach § 10 Abs. 2 Erbschaftssteuergesetz ist die Übernahme der Schenkungssteuer durch den Schenkenden möglich. Hierdurch verringert sich die steuerliche Abgabe, so daß der Zuwendende weniger schenken muß und der Begünstigte netto dennoch mehr erhält. Dieser Effekt hat sich durch die Erbschaftssteuerreform bezüglich der Klassen II und III nochmal deutlich vergrößert, da die diesbezüglichen Tarife gestiegen sind.
Beispiel:
Keine Übernahme der Steuerschenkung
| Schenkung |
€ 500.000,00
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| ./. Freibetrag | ./. |
€ 20.000,00
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| Steuerpflichtiger Erwerb |
€ 480.000,00
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| SchenkSt (Steuersatz von 30 %) |
€ 144.000,00
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| Nettoschenkung (€ 500.000,00 ./. € 144.000,00) |
€ 356.000,00
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| Übernahme der Steuer | |||
| Schenkung | € 360.000,00 |
€ 360.000,00
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| ./. Freibetrag | € 20.000,00 | ||
| € 340.000,00 | |||
| SchenkSt (Steuersatz von 30 %) |
€ 102.000,00 |
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Übernahme SchenkSt |
€ 102.000,00 |
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| Steuerpflichtiger Erwerb |
€ 462.000,00
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| ./. Freibetrag | ./. |
€ 20.000,00
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| Bemessungsgrundlage |
€ 442.000,00
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| SchenkSt (Steuersatz von 30 %) |
€ 132,600,00
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| Vorteilsberechnung | |||
| Beschenkter erhält € 360.000,00 statt € 356.000,00 |
€ 4.000,00
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| Schenker gibt € 492.600,00 statt € 500.000,00 |
€ 7.400,00
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| Ersparnis insgesamt |
€ 11.400,00
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Eine entsprechende Gegenüberstellung lohnt sich in jedem Fall.
Aachen im März 2009
Axel
Kanert
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
